NAMIBIA

Wo die Natur noch unendlich ist

Die letzte VR-MitgliederReise 2017 führte uns nach Namibia, der ehemaligen deutschen Kolonie Deutsch-Süd-West-Afrika.

Gemeinschaftsnester der Webervögel

Tag 1
Freitagabend starteten wir von Frankfurt per Nachtflug nach Windhoek, Namibias Hauptstadt.

Tag 2
Am Morgen begrüßte uns der afrikanische Kontinent mit herrlichem Sonnenschein. Bei einer Stadtrundfahrt durch Windhoek bekamen wir erste Eindrücke. In einer Diamantenschleiferei wurden wir mit einem Glas Sekt empfangen.

Tag 3
Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg in die Namibwüste. Wir sahen riesige Gemeinschaftsnester der Webervögel und beeindruckende Gesteinsformationen. Inmitten der Zarisberge liegt das Weingut Neuras Estate. In einer grünen Oase probierten wir Shiraz, Merlot und Petit Verdot. Anschließend genossen wir ein köstliches afrikanisches Mittagessen im Namib-Naukluft-Nationalpark. In der Namib Desert Lodge angekommen, starteten wir zu einer Pirschfahrt in offenen Jeeps. Erste Oryx-Gazellen liefen uns über den Weg. Beim landestypischen Sundowner in Form eines Gin-Tonic erlebten wir den wunderbaren Sonnenuntergang mit Blick über die Weite und die Ruhe des Landes.

Deutscher Frisör in Swakopmund

Tag 4
Wieder ging es früh los, um die Dünen des Sossusvlei zu bestaunen. Beim Besteigen der Düne Big Mama erwarteten uns wunderbare Fotomotive. Auch der Sesriem-Canyon beeindruckte uns. Nachmittags erholten wir uns am Pool.

Tag 5
Über Soltair, den Gaub- und Kuiselpass fuhren wir durch den Namib-Naukluft-Park nach Swakopmund. In dieser Mondlandschaft wächst die Wüstenblume Welwitschia mirabilis, die mehrere Tausend Jahre alt werden kann. Unterwegs begegnete uns eine Hyäne auf ihrer Jagd nach Springböcken. Mitten in der Steppe stand plötzlich ein Gepard und wartete darauf, von uns bestaunt und fotografiert zu werden. In Swakopmund angekommen, tranken wir Kaffee im Café Anton und probierten Schwarzwälder Kirschtorte und deutschen Käsekuchen. Danach bezogen wir unsere Zimmer in dem im Kolonialstil erbauten Hansa Hotel.

Von dort war es nicht weit zum Meer. Einige aus unserer Reisegruppe schlenderten am wilden Atlantik entlang und erlebten sonnige Stunden. In der Fußgängerzone gibt es noch immer überwiegend deutsche Geschäfte: das Brauhaus, einen deutschen Frisör und kleine Boutiquen unter deutschstämmiger Führung. Nach unserem Abendmenü im Hotel wurde der Kolonialkaffee am Tisch zubereitet, der uns gut schlafen ließ.

Tag 6
Bei einer Bootsfahrt durch Walvis BayWir erlebten wir herrliche Stunden. Ein Katamaran brachte uns zu den Seehundbänken. Unterwegs sahen wir Pelikane, Flamingos und einen Buckelwal. Unser Boot wurde immer wieder von einem Seehund geentert, der sich einen Fisch abholte. Zum Abschluss stießen wir mit gekühltem Sekt auf den gelungenen Ausflug an und genossen kulinarische Happen und frische Austern.

Tag 7
Zunächst ging es an der Küste entlang, dann ins Landesinnere am Brandbergmassiv vorbei nach Twyfelfontein. Unterwegs hielten wir bei einer Gruppe Hererofrauen, die bunte, selbst genähte Puppen und Täschchen an einem Straßenstand verkauften. Es war sehr schön, den Einheimischen so nahe zu kommen. Gerne kauften wir den bunt gekleideten Frauen ein Mitbringsel ab. In Twyfelfontein befindet sich die größte Ansammlung von Felszeichnungen und Felsgravuren Afrikas. 2.000 Abbildungen von Nashörnern, Elefanten, Straußen und Giraffen konnten wir bewundern. Bevor wir unserer nächste Lodge erreichten, besuchten wir den versteinerten Wald bei Khoravis. Dort liegen 60 große fossile Baumstämme, die zwischen 240 bis 300 Millionen Jahre alt sind.

Unsere nächste Lodge hat eine Besonderheit. Sie besteht aus kleinen Bungalows, die alle einen eigenen Garten mit Obstbäumen und Gemüsebeeten haben. Es gab Zitronenbäume, Beete voller Salat, Gemüse und Kräutern. Das Abendessen mit frischem Gemüse und Salat fand unter freiem Himmel statt und war wieder super lecker. Das Essen in Namibia ist sehr fleischlastig. Wir haben Oryx-Antilopen, Springbock, Gnu, Eland, Impala und Kudu probiert. Alles war ein Genuss.

Dickhäuter ganz gemütlich

Tag 8
Auf dem Programm stand der Etosha-National-Park. Die Weite der Landschaft mit den schimmernden Luftspiegelungen beeindruckte uns alle. Endlich sahen wir sie: riesige Herden von Zebras, Elefanten, Springböcken und majestätischen Giraffen. Beeindruckend waren die Regeln in der Natur. Wir fuhren von Wasserloch zu Wasserloch. Lag dort ein Löwe, traute sich kein anderes Tier dorthin. Alle warteten, bis die beiden Löwen ausgeschlafen hatten. Auch wenn Elefanten am Wasserloch waren, zogen sich die anderen Tiere zurück. Die Zebraherden sammelten sich vor den Wasserlöchern und kamen im Gänsemarsch ans Wasserloch. Am Abend bezogen wir die traumhaft gelegene Etosha-Safari-Lodge. Bei einem sehr guten Abendbüffet genossen wir guten Rotwein und ließen uns vom Sonnenuntergang und den Geräuschen der Natur verzaubern.

Tag 9
Heute hatten wir Zeit für Wildbeobachtungen im Etosha-National-Park. Auf einer Gesamtfläche von 22.270 km² gibt es natürliche und künstliche Wasserlöcher. Wir fuhren in unserem Bus von Wasserloch zu Wasserloch, um immer wieder neue Entdeckungen zu machen. Auch die unterschiedlichsten Vogelarten begegneten uns. Tausende Bilder wurden geschossen, um die Eindrücke mit nach Hause zu nehmen. Nach einem ereignisreichen Tag verließen wir den Park, um noch einmal das gute Essen und unsere sehr schöne Lodge zu genießen.

Tag 10
Wir machten uns auf in Richtung Süden zur Mount Etjo Safari Lodge. Nach einer langen Fahrt durch bergiges Gelände, vorbei an unendlich vielen Termitenhügeln, kamen wir in unserer grünen Oase an. Wir wurden von Hippos auf dem Gelände der Lodge begrüßt. Nachdem wir unsere Zimmer belegt hatten, trafen wir uns bei Kaffee und Kuchen unter einem riesigen Baum und genossen die Lodge. Gegen Abend waren wir im offenen Jeep zu einer letzten Pirschfahrt unterwegs, um noch einmal den Sonnenuntergang mit einem Gin Tonic zu genießen. Neben Giraffen und Zebras liefen uns zwei Nashörner über den Weg. Diese waren sehr scheu und verzogen sich schnell wieder in den Busch. Den Tag beschlossen wir mit gutem Essen vom Grill und einem vollmundigen Rotwein.

Leopard ganz nah

Tag 11
Den letzten Tag in der Mount Etjo Safari Lodge nutzten wir zum Entspannen und Sonnenbaden. Wir sahen, nur durch einen Wassergraben von uns getrennt, Flusspferde und Elefanten. Am Nachmittag fuhren wir mit einem offenen Jeep zur Leopardenfütterung. Drei Leoparden teilten sich ein Warzenschwein. Es war sicherlich einer der Höhepunkte der Reise. Wir waren nur ein paar Meter entfernt und so den Leoparden ganz nah. Nach ca. 45 Minuten waren die Drei satt. Sofort kamen ca. 50 bereits auf den Bäumen wartende Geier angeflogen und machten sich über den Schweinekadaver her. Ein grandioses Schauspiel. Auch die Löwenfütterung zur späten Stunde beeindruckte die Teilnehmer. Die Löwen waren nur einen Meter entfernt und konnten fast berührt werden.

Tag 12
Am Dienstag verließen wir die grüne Oase. Auf dem Weg zum Flughafen besuchten wir die Herero-Graber und den Schutztruppenfriedhof. In Okahandja machten wir noch einen kurzen Stopp am Holzschnitzermarkt. Anschließend brachte uns Reiseleiter Otto, ein hochdeutsch sprechender Deutscher, der noch nie in Deutschland war, zum Flughafen zurück.

Tag 13
Nach einem langen Flug erreichten wir Frankfurt - unausgeschlafen aber mit unglaublichen Eindrücken und herrlichen Begegnungen. Auch bei dieser Reise wurden aus Fremden Freunde.


Bildergalerie Namibia