März 2013

Wertvolle Tipps, um länger fit zu bleiben

Mitgliederveranstaltung "Bewegung als Therapie"

Dr. Wolfgang Karmann (links) und Vorstand Peter Siegel

In Anlehnung an den Udo Jürgens-Evergreen „Mit 66 Jahren“ rief unsere Bank im Jahr 2011 ein speziell auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder „im besten Alter“ zugeschnittenes Dienstleistungsangebot ins Leben. Hierzu gehören neben speziell geschulten Beratern für diese Kundengruppe auch Informationsveranstaltungen zu Themen, die vor allem für die reiferen Jahrgänge von Belang sind, informierte Vorstand Peter Siegel im Rahmen seiner Begrüßung.

Mit der Veranstaltung „Bewegung als Therapie: Der gesundheitliche Nutzen körperlicher Aktivität“ gaben wir am 18. März rund 300 unserer Mitglieder in der Alten Synagoge wertvolle Tipps, um länger aktiv und gesund zu bleiben. Referent war Dr. Wolfgang Karmann, Kardiologe und Chefarzt an der Klinik Kitzinger Land. Der Mediziner ist selbst begeisterter Läufer sowie Mit-Initiator des bekannten Kitzinger Krankenhauslaufs und dafür bekannt, komplexe medizinische Zusammenhänge verständlich darzustellen.

Dass körperliche Aktivität zu lang anhaltender Gesundheit und geistigem Wohlbefinden beiträgt, war den meisten Besuchern der Veranstaltung nicht neu. Die Tatsache, dass diese nicht gleichbedeutend mit Sport ist, sondern schon kleinere Trainings- und Bewegungseinheiten im Alltag, z. B. Treppensteigen, Gartenarbeit, Einkaufen etc., sich zu täglichen Trainingseinheiten mit immensen positiven Auswirkungen summieren, sorgte hingegen vielfach für Erstaunen.

Anhand zahlreicher Beispiele und aktueller Studien sorgte Dr. Karmann im Laufe des Abends bei vielen Besuchern für die Erkenntnis, etwas für die eigene Fitness tun zu müssen.

So ist z. B. nachgewiesen, dass körperliches Training bei Patienten mit Herzmuskelschwäche zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit um bis zu 30 % sowie einer Abnahme der Sterblichkeitsrate um ca. 35 % führt. Auch Schlaganfällen kann wirksam vorgebeugt werden: Regelmäßige körperliche Betätigung reduziert das Risiko um 29%. Den Einwand, körperliche Fitness sei eine Frage der Gene, widerlegte Dr. Karmann. Versuche an 13.000 Zwillingspaaren ergaben, dass die Gene eines Menschen lediglich zu 10 % für dessen körperliche Fitness verantwortlich sind, körperliche Aktivität jedoch zu 90 %. Erstaunlich auch der Einfluss körperlicher Betätigung bei der Prävention von Tumorerkrankungen. So wurde eine Risikoreduktion bei Darm- und Brustkrebs überzeugend nachgewiesen und gilt bei Prostata-, Bauchspeicheldrüsen- und Gebärmutterhalskrebs zumindest als wahrscheinlich.

Wie fatal hingegen das „süße Nichtstun“ ist, belegt eine an jungen, gesunden Männern vorgenommene Studie, bei der das Aktivitätsniveau der Probanden für zwei Wochen von 10.000 auf 1.500 Schritte pro Tag reduziert wurde. Die Auswirkungen während dieses kurzen Zeitraums waren alarmierend. So nahm die Leistungsfähigkeit der jungen Männer um 7 % ab, gleichzeitig war ein 7 %-iger Anstieg der Fettmasse zu verzeichnen. Zusätzlich kam es zu Störungen des Fettstoffwechsels und des Blutzuckerspiegels.

Dr. Karmann beendete seinen Vortrag mit der Feststellung, dass in der Alltagsaktivität ein erhebliches gesundheitsförderndes Potential liege und man die Bewegungsangebote, die der Alltag biete, ausnutzen müsse. Auf der anderen Seite gelte aber auch, den Verlockungen und Angeboten im Alltag zu wiederstehen, die die Inaktivität förderten und scheinbare Schonung böten.

Im Anschluss stand er für Publikumsfragen fachkundig zur Verfügung. Abschließend dankte Vorstand Peter Siegel dem sympathischen Mediziner für dessen Ausführungen und wies das Publikum auf unsere nächste Mitgliederveranstaltung hin.

Rund 300 Gäste verfolgten interessiert den Vortrag von Dr. Wolfgang Karmann